Machbarkeitsstudie S-Bahn Linz - Pregarten
 

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Aufgabe
Durchführung  einer S-Bahn Machbarkeitsstudie von Linz entlang der A7 nach Gallneukirchen bis Pregarten

Auftraggeber
Amt der OÖ Landesregierung
Landesbaudirektion, Abteilung für Verkehrstechnik, Verkehrs- koordinierung und öffentlicher Verkehr
Bahnhofplatz 1 (LDZ)
A 4021 Linz

Projektlaufzeit
2004 - 2005


Durchgeführt im Rahmen des EU-Projektes  TransUrban


























Aufgabenstellung

In Verbindung mit der im Nahverkehrsprogramm für den Großraum Linz geplanten City-S-Bahn bzw. Stadt/Regio-Tram als Verbindung des Mühlkreisbahnhofes mit dem Hauptbahnhof wird über eine zusätzliche Stadt/Regio-Tramlinie vom Hauptbahnhof in Richtung Gallneukirchen - Pregarten diskutiert. Diese Stadtbahn soll im Bereich der Eisenbahnbrücke über die Donau mit der Stadt/Regio-Tram (bzw. Mühlkreisbahn) und mit dem städtischen Straßenbahnliniennetz von Linz verknüpft werden. Durch diese Bahnverbindung soll ein gegenüber dem PKW attraktiver Öffentlicher Verkehr angeboten und ein Beitrag zur Entlastung der Straße geleistet werden.


Vorgangsweise
  • Bestandsanalyse:                                                                                                                       In der Bestandsanalyse wird die bestehende Situation in den von der S-Bahn betroffenen Gemeinden, hinsichtlich MIV- und ÖV-Anbindung und der Verkehrsnachfrage untersucht. Ein wesentliches Beurteilungskriterium der geplanten S-Bahn Linz - Pregarten ist die Verkehrsnachfrage, aufgeteilt nach MIV und ÖV (Bus und Bahn) des Korridors Linz - Gallneukirchen - Pregarten. Die Ermittlung der bestehenden Verkehrnachfrage basiert auf Daten einer Haushaltsbefragung in Oberösterreich und auf Fahrgastzählungen in den Reginalbussen und in den Zügen. Für die für die neue Schienentrasse relevanten Verkehrsbeziehungen wurden Verkehrszellen definiert und mit den Befragungsdaten Matrizen der Verkehrsbeziehungen ermittelt.
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Abbildung: Verkehrsbelastung im Bestand im Korridor Linz - Pregarten - Freistadt in Personen pro Werktag getrennt nach MIV, Bus und Bahn, Werktagsnormalverkehr der Oberösterreichischen Wohnbevölkerung 2001 (Busverkehr St. Georgen, Steyregg nicht dargestellt!)
  • Trendprognose der Verkehrsnachfrage 2015:
    Als Prognosejahr für die zukünftige Verkehrsnachfrage wird das Jahr 2015 verwendet. Die Trendprognose basiert unter anderem auf der ÖROK-Bevölkerungsprognose für die betrachteten Bezirke, auf einer Bevölkerungsprognose des Landes Oberösterreich auf Gemeindebasis und auf den Daten der Haushaltsbefragung in Oberösterreich und ist eine Grundlage für die Hochrechnung der Verkehrsnachfrage.


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Abbildung: Verkehrsbelastung Trendprognose 2015 im Korridor Linz - Pregarten - Freistadt in Personen pro Werktag getrennt nach MIV, Bus und Bahn, (Referenzplanfall 0-2015, Verkehr der Oberösterreichischen Wohnbevölkerung)

  • Variantenentwicklung S-Bahn:                                                                                                 Für die neue Schienenverbindung zwischen Linz und Pregarten stehen 2 grundsätzliche Varianten zur Verfügung: Eine Möglichkeit ist der Bau einer neuen Bahnstrecke für eine S-Bahn-Verbindung, die andere Möglichkeit ist eine Verlängerung der bestehenden Straßenbahn Linie zur Universität bis nach Pregarten (Stadt/Regio-Tram). Bei der Entwicklung der Varianten wurde für jede Variante eine Hauptvariante mit mehrere Untervarianten untersucht. Darauf aufbauend wurde für die Machbarkeitsstudie eine Trassenvariante für die Straßenbahn und 5 mögliche Trassenvarianten für eine S-Bahn im Detail (generelles Projekt) dargestellt.

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Abbildung: Übersichtsplan über die Trassenvarianten
  • Betriebskonzept:
    - Fahrzeit auf der neuen S-Bahn Strecke
    - Betriebskonzept S-Bahn
    - Zukünftiges Linienbusangebot
Ergebnis

In der Machbarkeitsstudie wurden eine S-Bahn in mehreren Varianten sowie die Führung als Straßenbahn auf der Ebene eines generellen Projektes untersucht. Die Studie zeigt, dass die Trassenführung sowohl als Straßenbahn als auch als Stadt/Regio-Tram möglich ist. Aufbauend auf den vorliegenden Ergebnissen sollen eine Diskussion der Vor- und Nachteile der entwickelten Trassenvarianten und eine weitere Detaillierung einzelner Punkte erfolgen.